Von Praktikern für Praktiker

30-Jahre-Jubiläum «h-base»

Von Praktikern für Praktiker

2. April 2025 agvs-upsa.ch – Von der über Disketten auf einem Computer fix installierten Ersatzteilsuche über eine praktische Online-Suche hat sich «h-base» von Hostettler Autotechnik in den letzten 30 Jahren zu einem Ökosystem mit smarten Tools für Garagen entwickelt. Das auch für die Reifensaison praktische Hilfen bietet. Jürg A. Stettler


Die erste Version von «h-base» wurde vor 30 Jahren noch vom Aussendienst selbst in den Werkstätten installiert. Fotos: Hostettler Autotechnik

In Zeiten, als man sich noch mit einem 56k-Modem begleitet vom typischen sphä­rischen Rauschen und Piepen ins Internet einwählen musste und sich freute, wenn der Verbindungsaufbau beim ersten Mal klappte, führte Hostettler Autotechnik bereits einen elektronischen Ersatzteilkatalog ein. Das war im März 1995. Damals liefen am Radio Hits wie «Conquest Of Paradise» von Vangelis oder «Have You Ever Really Loved A Woman?» von Bryan Adams und die Grasshoppers mit Trainer Christian Gross und Spielern wie Pascal Zuberbühler, Ramon Vega oder Murat Yakin holten sich den Fussballmeistertitel. Lang, wirklich lang ist es her.

Nicht einfach ein Ersatzteilkatalog
«Die erste Version benötigte vier Disketten und wurde vom Aussendienst in den Werk­stätten installiert. H-base löste damit die Mi­kro-Fiche- und Papier-Kataloge ab, welche die Hostettler Autotechnik bis dahin in Eigen­regie produzierte», blickt Christoph Schaller, Senior Business Solution Analyst, schmun­zelnd zurück und zeigt auf ein Bild. «Hier be­stellte ein Garagist damals gerade einen Aus­puff für einen Alfa Sud.» Seit diesen ersten Bestellungen in der grafisch schlicht gehalte­nen Benutzeroberfläche des damals noch «h-base Ultra» genannten Tools hat sich in den letzten 30 Jahren viel getan. Das Ziel ist beim Spezialisten für Ersatz- und Verschleissteile, Zubehör und Werkstatteinrichtung aus Sur­see LU jedoch immer noch das gleiche. «Wir haben die Ambition, nicht irgendeinen, son­dern den besten digitalen Ersatzteilekatalog im Aftermarket für Schweizer Garagen anzu­bieten», legt Ramon Estermann, Abteilungs­leiter Business Solutions bei der Hostettler Autotechnik, den Massstab fest. 


Erleichterte die Arbeiten ab 2022 enorm: der Fahrzeugausweis-Scanner.

Ab 2000 ein Online-Katalog
Darum wurde «h-base» kontinuierlich ver­bessert und auch um zusätzliche Module wie etwa die beliebte Garagensoftware «h-fak­tura» ergänzt, die eine digitale Fahrzeug- und Kundenverwaltung ermöglicht und weitere Werkstattprozesse erleichtert. Doch bis da­hin war es ein langer Weg. «1997 wurden bei­spielsweise bei ersten Produktkategorien wie Auspuffanlagen und Bremsen Bilder verwen­det, was die Datenmenge natürlich deutlich ansteigen liess», so Christoph Schaller. «Der Ersatzteilkatalog wurde neu mittels CD-ROM verbreitet.» Als weitere Innovation konnten ab 1997 Bestellungen via Internet direkt über­mittelt werden. Zum eigentlichen Online-Er­satzteilkatalog mutierte «h-base» nämlich erst drei Jahre später. «Die Installation ab CD beziehungsweise DVD entfiel. Und für uns bei Hostettler gab es den grossen Vorteil, dass unser Product Management Daten und Infor­mationen nun laufend aktualisieren konnte», erläutert Ramon Estermann.


Auch die Konfiguration und Visualisierung von Rad-/Reifen-Kombinationen direkt am Auto sind möglich.

Ab 2015 mit TecDoc-Standards
In den ersten Jahren des neuen Jahrtausends wurde «h-base» mit praktischen Zusatzmo­dulen mit Arbeitswerten und zu technischen Informationen ergänzt; ab 2003 kamen für Aus­puffanlagen und dann Fahrwerks- und Len­kungsteilen Explosionszeichnungen hinzu. «2015 ging dann die nächste Generation von h-base an den Start. Zusammen mit dem deutschen Anbieter TopMotive wurde diese von Grund auf neu entwickelt und stützte sich nun für die Produktdaten auch auf die internationalen TecDoc-Standards», erläutert Christoph Schaller. Und weil der Ersatzteile­katalog «h-base» von Praktikern für Praktiker entwickelt wurde und stetig weiterentwickelt wird, legt man bei Hostettler grossen Wert auf eine schnelle und einfache Bedienung. Mit der dritten Evolutionsstufe wurde daher ab 2020 die neue, noch intuitivere Web-Oberfläche eingeführt. «Als Garagistin oder Garagist hat man nicht viel Zeit, daher ist die schnelle und korrekte Identifizierung des Fahrzeugs über Typenschein- oder VIN-Nummer, Kennzei­chen oder Motorcode entscheidend», führt Estermann aus. Auch hier unterstützte Hos­tettler Autotechnik die Schweizer Garagen massgeblich und führte vor drei Jahren den Fahrzeugausweis-Scanner ein, der das müh­same Abtippen von Informationen erübrigte. Von der Chassis-Nummer bis zur Kundenad­resse können so alle Daten locker erfasst und im «h-base» verwendet werden. Der Scann spart massiv Zeit und schliesst mit einer Einlesequote von 99,5 Prozent dank seiner Genauigkeit Fehler, wie sie beim Abtippen gerne passieren, praktisch aus. Im Jahre 2023 wurde der digitale Ersatzteilkatalog zudem in eine mobile Applikation integriert. (Siehe auch Bericht im AUTOINSIDE 12/24).


Bei Hostettler legt man grossen Wert auf eine schnelle und einfache Bedienung.

Auch für Reifensaison praktisch
Der nun 30-jährige «h-base» erleichtert den Werkstattalltag auch während der Reifen­saison markant. Etwa durch den 2022 einge­führten Komplettrad-Konfigurator. «Durch die Konfiguration und Visualisierung von Rad/Rei­fen-Kombinationen direkt am Bild eines Auto, kann man Endkundinnen und -kunden besser und umfassender beraten», so Schaller. «Und nicht nur bei Pneus hat man direkt aus dem h-base heraus die Möglichkeit, einen Kosten­voranschlag zu erstellen oder die entsprechen­den Teile bequem online zu bestellen.» Echt praktisch natürlich ebenfalls die Möglichkeit, dass man sich mit «h-base» auf Knopfdruck einen Reifenkatalog mit den neusten Preisen als tagesaktuellen PDF-Download erstel­len kann. «Den digitalen Reifenkatalog für den Pneuservice haben wir im Januar 2023 lanciert. Der Konfigurator erlaubt es, tagesak­tuelle Preislisten, Produktblätter und Kataloge zu generieren», erläutert Ramon Estermann. «Ein weiterer Schritt für Garagen in eine digi­tale Arbeitswelt, die wir während den letzten 30 Jahren mit unseren Dienstleistungen und Angeboten begleiteten und durch Weiterent­wicklungen und smarten Helfern auch künftig mitgestalten wollen.»
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